Literaturzirkel Pittental
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Herta

Aktuelle Literatur
Seebenstein

Eine Burg am Berg, auf Fels gebaut,
blickt weit hinaus in das Tal.
Das ferne Land es überschaut,
die Mauern trutzig fahl!

Ein Schiff, den Winden ausgesetzt,
auf festem, wuchtigem Grund.
Vom Wald umzäunt, ehedem und jetzt,
bezeugt es einstigen Ruhm!

Am Fuß der Höhe liegt Seebenstein,
ein Kleinod ist es gewiss!
Im Park der Teich im grünen Hain,
ein wahres Paradies.

Die Kirche, die am Hügel steht,
mit ihrem schlanken Turm,
der steil zum Himmel sich erhebt
und trotzet jedem Sturm!

Das Kloster und der Heilige,
der auf der Brücke wacht!
Das Wasser, dieses Eilige,
im klaren Pittenbach.

Der ganze Ort, ein Bild fürwahr,
ist Heimat vieler Leute.
Bewahret für uns ewiglich
zukünftig und gleichfalls heute!
 
Das Wasser im Pittenbach

"Erzähle mir Wasser, berichte mir schnell:
Wie war es hier einstmals, sag es auf der Stell'!
Hattest vor tausenden Jahren du dort
auch schon ein Bett, wie heute am Ort?“

Vielleicht teiltest du dich in einige Arm',
durchströmtest das Tal ohne Ziel, ohne Plan.
Versammeltest dich im See, nah beim Stein
überflutend die Sutten, die Au und den Hain.

Tappte der Bär aus seiner Höhle zu dir,
der Hirsch und die Wildsau, labten sich hier?
Wo lebte der Mensch, er hauste am Berg,
war er ein Jäger, ein Riese, ein Zwerg?

Tobten im Herbst Stürme durch das Tal,
stiegen die Nebel, grauweiß und fahl?
Der Winter regierte grimmig, eiskalt,
meterhoch Schnee auf den Fluren, im Wald?

Lieblich der Frühling, der Sommer sattgrün
und Blumen im Grase inmitten darin'.
War es auch vormals dermaßen schön,
um Pitten herum, ich möcht' es verstehen!

Das Wasser es flüstert, sprudelt und plauscht;
wie kann ich es hören, wenn es so rauscht!“
 
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